Weitere Warnstreiks wird es auf keinen Fall geben", war auf der Internet-Seite der Lokführer-Gewerkschaft GDL zu lesen. Allerdings . Kurze Zeit später die Enttäuschung: Die Pressemitteilung war das Werk eines Hackers..
Hacker legen Computer lahm, konstruieren aufwendige Pishing E-Mails, knacken Betriebssysteme oder Apple iPhones. Ein Hacker und vermutlich auch Bahnfahrer konnte die Streik-Situation in Deutschland nicht länger ertragen und erklärte die Streiks kurzerhand als beendet: Eine Einigung im Tarifkonflikt sei erreicht, die Kontrahenten hätten "auf dem kurzen Dienstweg" zueinander gefunden, hieß es da. Die Pressemitteilung schloss mit dem Satz: "Weitere Warnstreiks wird es auf keinen Fall geben."
Doch wenig später kam auch schon das Dementi: Die Sprecherin der Lokführer-Vereinigung, Gerda Seibert, sagte: "Vergessen Sie es! Das war ein Hacker. Wir bemühen uns gerade, das von der Seite zu entfernen." Man wolle die Täter außerdem strafrechtlich verfolgen. Der Zuspruch für die Streiks sinkt derweil innerhalb der Bevölkerung. Wie das ZDF-Politbarometer ergab, hält die Hälfte aller Deutschen den Ausstand für nicht gerechtfertigt. 45 Prozent seien gegenteiliger Meinung. Vor zwei Monaten hielten laut ZDF noch 48 Prozent die Streikaktionen für gerechtfertigt.
Eine Einigung im Tarif-Konflikt ist in Wirklichkeit nicht in Sicht. Zuletzt hatte die GDL dem Bahn-Management ein Ultimatum gestellt, gestern Mittag verstrich die Frist ohne ein neues Angebot der Konzernspitze. Die Gewerkschaft kündigte daraufhin weitere Streiks für Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag an. Anders als beim jüngsten Streik am vergangenen Freitag wollen die Lokführer diesmal nicht mehr nur für ein paar Stunden, sondern ganztägig die Arbeit niederlegen.
Quelle: Markenpost.de