Der US-amerikanische Softwarehersteller Microsoft hat einen neuen Fahrplan für seine Online-Dienste vorgelegt. Der US-Konzern macht seine Office-Programme online nutzbar. Der Zugang zu Word, Excel und Power Point ist für Office-Nutzer kostenlos...
Der Konzern bietet demnächst einen Internetdienst an, mit dem Nutzer Dokumente der Programmsammlung Office online bearbeiten und speichern können.
Microsoft will mit "Office Live Workspace" Internet-Nutzern ein Online-Werkzeug in die Hand geben, mit dessen Hilfe sie ganz normale Office-Dokumente in den Formaten Word, Powerpoint oder Excel online speichern, ansehen und mit anderen Anwendern teilen können. Der Service richtet sich an kleinere Unternehmen. Voraussichtlich soll es kostenlos nutzbar sein.
Außerdem bietet der Konzern großen Unternehmen mit mindestens 5000 Mitarbeitern künftig an, ihre Office-Software gegen eine monatliche Gebühr auf Microsoft-Servern zu speichern. Die Firmenkunden könnten somit in Zukunft auch ihre gesamten E-Mail-Systeme in den Datenzentren von Microsoft speichern. Die Mitarbeiter greifen dann über das Internet auf die Dienste zu. Für die Firmenkunden soll dies günstiger sein, als dafür ihre eigenen Server zu unterhalten.
"Office Live Workspace" ist ein Strategiewechsel des Konzerns: Der Marktführer geriet zuletzt zunehmend durch Konkurrenten wie Sun Microsystems und Corel unter Druck, die mit web-basierten Konkurrenzprodukten Kunden abwerben. Auch der Suchmaschinenbetreiber Google bietet seit einiger Zeit mit "Docs and Spreadsheets" ein Office Paket im Internet an, das vollständig im Browser läuft. Adobe übernimmt mit "Virtual Ubiquity" ebenfalls einen Anbieter einer Online-Textverarbeitung.
Bisher ist der Software-Riese aus Redmond an der US-Westküste der mit Abstand größte Softwareanbieter weltweit. Nach Angaben mehrerer Marktforschungsfirmen verkauft Microsoft rund 95 Prozent aller Bürosoftware.
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