
Der Suchmaschinengigant Google ist brillant, einfach zu benutzen, kostenlos und Produzent erstklassiger Resultate. Das Unternehemen dominiert das Internet, was Konkurrenten und Nutzern zu denken gibt. Trotz alle dem sagt uns ein IT und Internet-Experte, dass Google keine Gefahr für uns ist. Lesen Sie hier warum...
Milliarden-Coup: Google schluckt YouTube, Milliarenübernahme Google übernimmt DoubleClick oder Google macht Microsoft Konkurrenz- all das sind Schlagzeilen, die die Suchmaschine macht (Markenpost.de berichtete). Innerhalb von nur fünf Jahren entwickelte sich die Suchmaschine vom kalifornischen Studentenprojekt zum globalen Giganten. Spätestens seit dem Börsengang im Mai 2004 ist Google ein vielköpfiger Drache, der nicht allein Bill Gates nervös macht. Konkurrenten und Kritiker befürchten, dass dieses Monopol vom Unternehmen bald schon für ungangenehme Konsequenzen sorgen wird.
Mit seiner weltweit führenden Suchmaschinentechnik, einer Armee von kreativen Köpfen und einer Marktkapitalisierung, die schon eineinhalb Jahre nach dem Börsengang die 100-Milliarden-Dollar-Grenze überschritten hat, kann Google nun experimentieren, ohne auf den Gewinn zu achten. Dabei galt das Unternehmen lange als Sympathieträger. Die Google Gründer Sergey Brin und Larry Page lernten sich an der Stanford-Universität kennen: zwei nette Jungs, die eine gute Idee hatten und ein Unternehmen gründeten, dessen Motto auch heute noch “Don’t be evil” lautet. Unter Mithilfe gewiefter Investoren und einer unkonventionellen Unternehmenskultur gelang es den Gründern ein Unternehmen zu schaffen, das einen Erfolg nach dem anderen feiert.
Google zensiert und das ist gut so
"Auch wenn die Suchmaschine Seiten zensiert, sollten wir nicht vergessen, dass Google keine wohltätige Organisation ist, sondern ein Unternehmen, dessen Ziel es ist Gewinn zu machen", sagt uns der russiche IT und Internet-Experte Vladimir C. "Immerhin schöpft Google nur seine Möglichkeiten aus und wenn die Konkurrenz dem Unternehmen nicht gewachsen ist, dann muss Google eben ein Monopolist werden", erklärt der Experte weiter. Als gewinnorientiertes Unternehmen habe Google natürlich auch das Recht zu bestimmen, wer bei Google gefunden wird oder eben nicht. Kritik komme doch vor allem aus den Reihen der Konkurrenten, die nicht in der selben Liga spielen wie Google, aber eben in anderen Bereichen Google in Sachen Monopol um nichts nachstehen. Wer an dieser Stelle an Microsoft denkt, liege nicht ganz falsch, sagt Vladimir C. "Zudem handelt es sich bei den zensierten Seiten zumeist um Rechts- oder Linksradikales Gedankengut, auf welches die Menschheit gewiss verzichten kann und da ist eine Zensur sicher kein Nachteil."
Google nimmt uns Privatssphäre- aber nicht mehr als andere
Was man mit Google nicht finden kann, das gibt es nicht. Barer Unfug, aber
so wird Google von den Nutzern eingestuft. "Wir selbst haben Google zu einem Monopolisten gemacht, indem wir es nutzen und jetzt gefällt uns das nicht mehr- eben dumm, dass Google kein Politiker ist, der abgewählt werden kann", formuliert der Experte die Lage überspitzt. Die Gefahr, dass Google zu viel über uns wissen könnte und eigentlich schon weiß, sieht der Experte durchaus. "Wir leben nun mal in einer Zeit der Überwachung: Videokameras, Handyüberwachung, Telfefonüberwachung, RFID Chips, genetischer Fingerabdruck. Wenn uns der Staat überwacht, interessiert das niemanden- bei Google wird es diskutiert. Sollte Google unsere Daten für sich nutzen, dann sicherlich nur in einem werberelevanten Zusammenhang. Wer also möchte, kann Bewegungs-, Konsum- und Vorlieben-Profile aus den im Netz verfügbaren Daten in Zukunft noch detaillierter zusammenstellen. Immer mehr Wissen, bis in die Intimsphäre der Nutzer hinein, wird auf Servern rund um die Welt gelagert sein. Konzerne könnten so an detaillierte Nutzerdaten und exakte Konsum-Profile gelangen, die sie an anderer Stelle dann für die Gewinnoptimierung nutzen. Staaten aber versuchen uns aus anderen und viel gravierenderen Gründen zu überwachen, so wie der Hirte seine Schäfchen", erklärt Vladimir C.
Google und Microsoft auf der Anklagebank
Im vergangenen Jahr ist Microsoft wegen einer "Sicherheitsmaßnahme" in das Kreuzfeuer der Kritik geraten. Das Programm mit dem euphemistischen Namen Windows Genuine Advantage prüft, ob ein Nutzer auch eine originale oder doch eine geklaute Windows-Version auf seinem Rechner hat. Doch nicht nur das: Windows Genuine Advantage ruft auch jeden Tag zu Hause an. Ohne dem Benutzer bescheid zu sagen. Auch Google hat für seinen "Google Browser Sync" Kritik einstecken müssen. Das ist ein Plugin für den Browser Firefox, der es ermöglichen soll, alle Internet-Bookmarks, den eigenen Surfverlauf, Cookies und sogar gespeicherte Passwörter über verschiedene Rechner hinweg zu synchronisieren - zum Beispiel zu Hause und am Arbeitsplatz. Eigentlich praktisch. Der Haken: All diese Informationen liegen dann auf einem Server, der bei Google steht. "Wenn jemand vor Datenmissbrauch warnen sollte, dann auf jeden Fall nicht Microsoft. Der Software-Hersteller fühlt sich durch Google bedroht, da die Suchmaschine ähnliche Produkte wie Microsoft anbietet, die bei Google kostenlos sind", sagt der Experte Vladimir C.
Google steckt auch zurück
Erst im März diesen Jahres gab Google nach intensiven Gesprächen mit Datenschützern bekannt, die Privatsphäre seiner Nutzer noch mehr zu respektieren. Der Beherrscher der Internetsuche teilte damals mit, man wolle bis Ende des Jahres zwar nicht aufhören, unsere Suchgewohnheiten zu protokollieren so genau es geht und sie zu speichern, also die Anfragen plus die IP-Adressen der Rechner, von denen wir sie abschickten. Aber man will das so aufgetürmte Datengebirge dann nur noch zwei Jahre lang komplett erhalten und danach immerhin unsere IP-Absenderkennung unleserlich machen. "Das zeigt doch immerhin, dass sich Google nicht ganz unbeeindruckt von der Kritik zeigt", sagt Vladimir C.
Zu viel Macht in einer Hand?
"Zu viel Macht in einer Hand ist zwar immer gefährlich. Trotzdem glaube ich, dass von Google keine unmittelbare Gefahr ausgeht und dass persönliche Daten in Zukunft allgemein nicht geschützt werden können", sagt der IT und Internet-Experte weiter. Wenn das Internet ohne Google nicht mehr zu denken ist, das Monopol faktisch existiert, dann liegt es nahe für das Suchen Geld zu verlangen. "Sollte Google seine Nutzer zur Kasse bitten wollen, dann ist das in einer freien Marktwirtschaft doch eigentlich nicht anrüchig. Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass Google keine wohltätige Organisation ist. Wir beschweren uns doch auch nicht, wenn wir für das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft an die 130 Euro berappen müssen", so der Experte.
Quellen: Die Google Story
IT und Internet Experte aus München Vladimir C.
Quelle: www.die-google-story.de