Hamburg (AP) Ein Reiseführer für das Universum: Die Geographie-Software Google Earth ermöglicht nun auch tiefe Einblicke ins Weltall. Die neueste Version der Software wurde um die Schaltfläche «Sky» ergänzt, mit der die Anwender per Mausklick ins All schweifen können. Dabei lassen sich Fotos von 100 Millionen einzelnen Sternen und 200 Millionen Galaxien erkunden, wie Google am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Das kostenlose Programm soll so virtuelle Flüge durch das Weltall ermöglichen...
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Die hochauflösenden Bilder stammen unter anderem vom Weltraumteleskop Hubble. Auch Planeten und die Lebenszyklen einzelner Sterne können auf diese Weise betrachtet werden. Zur Verfügung stehen unter anderem Sternbilder von Kassiopeia bis Andromeda. Ein thematischer Schwerpunkt ist der Mond: In einer speziellen Funktion werden die Nutzer über Mondphasen und die Auswirkungen der Mondstellung auf die Erde informiert. Auch Wetterphänomene können beobachtet werden. Die Bilder würden so oft wie möglich aktualisiert, kündigte Google an.
Der Internet-Dienstleister schaltete die Funktion am Mittwoch weltweit frei und rechnet mit einem großen Ansturm auf das Programm schon in den ersten Tagen. «Das ist ein Vorstoß in eine neue Dimension», sagte Google-Manager Samuel Widmann bei der Präsentation der Software im Hamburger Planetarium. Die Anwender hätten nun eine einmalige Straßenkarte des Himmels zur Verfügung: «Wir bringen das Weltall auf den PC.» Zu den Bildern von Sternen und Planeten gebe es viele Informationen über das Universum, allerdings bisher nur auf Englisch. Künftig werde man versuchen, die Welt Schritt für Schritt dreidimensional darzustellen.
Google betonte allerdings, dass möglicherweise erst in ein bis zwei Tagen die Software überall verfügbar sei. Das Programm wurde in den USA entwickelt. Google bekommt die Fotos und Informationen für «Sky» unter anderem von der US-Raumfahrtbehörde NASA und Universitäten. Seit Einführung von Google Earth 2005 zählte der Hersteller über 200 Millionen Downloads des Programms.