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Daten auf der Festplatte unbrauchbar machen

Datum: Mittwoch, 11. Juli 2007
Thema: aktuelle News

Wer seinen alten PC ausrangieren, verkaufen oder bei einer Sammelstelle für Elektroschrott entsorgen möchte, sollte die darauf gespeicherten Daten vernichten. Es gilt also, die Festplatte so zu säubern, dass die Dateien nicht mehr im Klartext geöffnet werden können. Eine todsichere Methode wäre die physikalische Zerstörung der Festplatte wie es etwa Behörden praktizieren. Der Privatanwender dürfte mit dieser Methode für seinen PC allerdings weitaus weniger an Verkaufserlösen erzielen, denn der Second-Hand-Nutzer müsste sich noch eine neue Festplatte dazu kaufen...

Experten halten deshalb die rechtzeitige, komplette Verschlüsselung der Festplatte für die sicherste Methode, den Datenbestand unbefugten Blicken zu entziehen. Denn die Daten lassen sich danach nur noch mit der korrekten Anmeldung des früheren Benutzers wieder lesbar machen. Programme, die dies bewerkstelligen, sind etwa der "Safeguard" (www.utimaco.de/produkte), "Pretty Good Privacy" (www.pgp.com/downloads/index.html) oder "Truecrypt" (http://www.truecrypt.org/). Diese Programme haben den Vorteil, dass die Daten ohne Zeitverzögerung und vom Anwender unbemerkt im Hintergrund chiffriert werden.

Als zweitbeste Methode sehen die Experten das mehrfache Überschreiben der Dateien an, was eine nachträgliche Rekonstruktion kaum noch möglich macht. Dafür gibt es so genannte "Schredder-Tools" wie etwa der "apm - Schredder" (http://www.abylonsoft.de/), der "claviscom - Schredder" (http://www.claviscom.de/) " oder "O & O Safe Erase" (oo-software.com/de). Hierfür ist jedoch ein größerer manueller Aufwand nötig, denn die Programme bieten meist mehrere Löschmethoden zur Auswahl an. Dabei sollte man immer daran denken, dass auch die temporären Dateien, Internetspuren und Cookies entfernt werden. Es soll dennoch schon vorgekommen sein, dass auch überschriebene Dateien wiederhergestellt werden konnten.

Das einfache Löschen der Dateien über das Kontextmenü, die "Entfernen"-Taste und den Windows-Papierkorb wird von Experten dagegen für unzureichend erklärt. Denn dabei werden allenfalls die Verweise gelöscht, wo die Daten auf der Platte zu finden sind. "Das ist", erklärt Rieke Bönisch vom Sicherheitsunternehmens Utimaco, "als wenn man aus einem Buch das Inhaltsverzeichnis herausreißen würde - das Buch lässt sich deshalb aber dennoch lesen." Auch die Neu-Formatierung der Festplatte wird in Fachkreisen für unsicher gehalten. Denn dabei werden die Daten nicht etwa überschrieben, vielmehr werden nur die Tabelle der Dateizuordnungen geändert beziehungsweise geleert. Mit entsprechender Software lassen sich die Daten einer formatierten Festplatte daher wiederherstellen.







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