
Immer mehr Betrüger tummeln sich offenbar im Online-Auktionshaus Ebay. Mit fingierten Fotos, gefälschten Waren und kaputten Retour-Geräten versuchen sie, arglose Käufer zu prellen. Mehr als 20 Tricks hat jetzt die Fachzeitschrift "Computer Bild" aufgedeckt, mit denen Betrüger dort ihr dubioses Handwerk betreiben.
Möglich machen dies die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen von Ebay. So sei es beispielsweise kinderleicht, ein Ebay-Konto unter falschem Namen einzurichten. Zwar kontrolliere Ebay die Daten jedes neuen Kunden bei der Schufa. Doch weil solche persönlichen Daten auch im Internet leicht zu finden seien, können sich Betrüger problemlos falsche Identitäten zulegen, die sich den Kontrollmechanismen von Ebay entziehen. Folge: Über ein gefälschtes Ebay-Konto verkaufen Gauner Waren und leiten ihre erschwindelten Einnahmen auf ein Auslandskonto weiter. Der Kunde sieht die Ware nie und die Strafverfolgungsbehörden können den Geldfluss nur sehr schwer nachweisen.
Und auch aus zwei weiteren Gründen nutzen Betrüger falsche Identitäten: Zum einen treiben sie damit die Preise von Auktionen hoch. Zum anderen bieten sie damit Waren an, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Dazu benutzen sie gefälschte Fotos, die den Bieter von der Echtheit überzeugen sollen. Fazit der Experten: Wer bei Ebay per Vorkasse bezahlt, muss damit rechnen, dass er sein Geld los ist - ohne die Gegenleistung dafür zu bekommen.
Aber auch die Verkäufer sind vor Betrügern nicht gefeit: Betrügerische Bieter bezahlen etwa oft mit gefälschten Treuhandüberweisungen. Oder sie reklamieren vermeintlich defekte Ware, die sie zuvor gegen die gelieferte, aber funktionstüchtige Ware ausgetauscht haben - und fordern dann ihr Geld zurück.