Die Internet-Community Facebook geht auf Konfrontationskurs zu seinen Konkurrenten: Werbebanner auf den Facebook-Seiten sollen künftig dem Einkaufsverhalten der Nutzer angepasst werden. Das könnte Facebook mehr Geld einbringen - löst aber auch Bedenken im Umgang mit vertraulichen Daten aus. Das Unternehmen will Daten zum Nutzungs- und Kaufverhalten zusammen mit den Daten von Freunden der Nutzer verwenden, um Werbung gezielter einzusetzen. Das sagte der Chef und Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, am Dienstag vor Managern der Werbeindustrie in New York...
Zielgerichtetere Werbung würde dem Unternehmen mehr Geld bringen, könnte aber verstärkt Bedenken über den Umgang mit vertraulichen Nutzer-Daten auslösen. Facebook wird von mehr als 47 Millionen Menschen für die persönliche Präsentation und Kommunikation genutzt. Es sei nicht mehr ausreichend, die Werbebotschaft einfach nur allen Leuten vorzusetzen, sagte Zuckerberg. "Sie müssen ihre Botschaft bis in die Gespräche hinein bekommen."
Damit greift Zuckerberg News Corps Konkurrenzseite MySpace sowie den Suchmaschinenbetreiber Google an. Beide Firmen wollen Anzeigenkunden noch direktere und effizientere Zugänge zu Verbrauchern bieten. Vergangenen Monat hatte sich Microsoft bei Facebook eingekauft. Dabei bewertete der Konzern das Unternehmen mit 15 Mrd. $ - vor allem, weil der weltgrößte Softwarehersteller davon ausgeht, dass Facebook die umfangreichen Daten über seine Nutzer für lukrative Anzeigengeschäfte einsetzen kann.
Quelle: Financial Times Deutschland

