Der Internet-Konzern Google stellte am Montag seine mit Spannung erwartete Strategie für einen Vorstoß auf den Handymarkt vor. Geplant sei ein Handy-Betriebssystem namens Android, das in Zusammenarbeit mit 33 großen Technologie- und Telekomkonzernen entwickelt werden soll, teilte Google am Montag in New York mit. Das "gPhone" nach dem iPhone: Nach monatelangen Spekulationen brodelte es in der Gerüchteküche über ein eigenes Mobiltelefon des Internet-Dienstleisters Google...
Am Montag hat sich der Nebel nun endgültig gelichtet: Das "GPhone" ist gar kein Handy - sondern ein Betriebssystem, das mit Werbung Geld verdienen soll. Googles neues Handy-Betriebssystem soll auf dem frei zugänglichen Linux-Quellcode beruhen. Damit stünde es Software-Entwicklern frei, den Programmen des Suchmaschinenbetreibers weitere Anwendungen hinzuzufügen. Die passenden Handys sollten Mitte 2008 auf den Markt kommen. Unter den mehr als 25 Partnern sei auch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA. Ziel der Allianz ist es den Angaben nach, die Internetnutzung über das Handy voranzubringen. Wie US-Medien berichteten, soll Google einige hundert Millionen US-Dollar in das Handy-Projekt investiert haben.
Die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem sollen 2008 verfügbar sein. Es gehe dabei nicht um die Vermarktung eines „Google Phones“, wie Medien spekulierten, sagte Google-Chef Eric Schmidt. Das Ziel sei eine leistungsfähige Plattform, die tausende von verschiedenen Mobiltelefonen hervorbringen wird. Zu den Partner bei Android zählen Handy-Hersteller wie Motorola, Samsung und HTC. Auch Telefongesellschaften wie der US-Ableger der Deutschen Telekom, China Mobile, und Europe Telecom Italia sowie Softwareentwickler wie Intel und Qualcomm beteiligen sich den Angaben zufolge an dem Projekt.
Die neue Softwareplattform „Android“ soll die vom Internet her gebräuchlichen Anwendungen, basierend in erster Linie auf einem vollwertigen Web-Browser, auf mobile Geräte bringen, wie es eben Apple mit dem iPhone vormacht. Die Entwicklungsumgebung wird als offene Lizenz allen Entwicklern und Geräteherstellern ohne Gebühren zur Verfügung stehen, wie Google-Chef Schmidt erläuterte.
Quelle: Markenpost.de

