US-Medienunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um gegen Urheberrechtsverletzungen auf Videoseiten vorzugehen. Microsoft und Disney sind die Gründer dieses "Urheberrechtspakts". Unter der Führung des Softwarekonzerns Microsoft wollen die vier US-Unterhaltungsriesen Disney, NBC Universal, Viacom und News Corporation/Fox künftig kooperieren, um gegen illegale Video-Uploads im Netz vorzugehen...
Mit so genannten "Prinzipien für nutzergenerierte Inhalte" legte die Gruppe am Donnerstag insgesamt 15 Punkte vor, die alle beteiligten Firmen einhalten wollen. Die Idee hinter der Initiative ist: Alle Videoplattformen im Netz sollen baldmöglichst Erkennungstechnologien einsetzen, mit denen geschützte Werke schon beim Hochladen (Upload) durch Nutzer erkannt werden können.
Die Suchmaschine Google ist mit YouTube der größte Betreiber von Video-Angeboten im Internet. Trotzdem schließt sich der Suchmaschinenbetreiber der Copyright-Gemeinschaft nicht an. Obwohl seine Videoplattform YouTube immer wieder durch Urheberrechtsverletzungen in die Kritik anderer Medienunternehmen gerät. Entsprechende Verhandlungen sollen laut Brancheninsidern zunächst gescheitert sein. Viacom hat sich der Initiative angeschlossen und dürfte sich nun über Google ärgern. Immerhin hat das Unternehmen im März diesen Jahres eine Milliardenklage gegen Google eingebracht, da YouTube-Nutzer Inhalte von Viacom illegal auf der Videoplattform verbreitet hatten.
Videodienste, die bei der Initiative mitmachen, sollen künftig nicht mehr der Gefahr ausgesetzt sein, von den beteiligten Medienkonzernen verklagt zu werden. Google geht aber einen anderen Weg und den ganz alleine: Vor wenigen Tagen hat Google ein neues Filtersystem auf YouTube eingebaut, um geschützte Inhalte aufzuspüren und diese von der Seite entfernen zu können. - Videodienste wie YouTube sind beliebt, Nutzer interessieren Urheberrechte wenig. Deshalb kämpfen Medienkonzerne schon länger mit dem Problem, das ihre Inhalte von Nutzern vielfach ins Netz geladen werden. Microsoft und Disney sind offenbar derzeit noch in Verhandlungen mit weiteren Unternehmen, die ähnliche Schwierigkeiten haben.
Quelle: Markenpost.de

