Zum einen entwickelt man am Firmensitz in Mountain View eine Technologie, die "angelernt" wird – sie soll denjenigen Menschen kennenlernen, der sie benutzt. Mayer: "Ein Fußballfan, der nach dem Begriff ,Chelsea´ sucht, wünscht sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein anderes Ergebnis als ein Tourist, der plant, das gleichnamige Stadtviertel in New York beziehungsweise London zu besuchen." Weiterhin wird der Suchmaschinen-Riese künftig mehrere seiner Dienste gleichzeitig durchstöbern, etwa die Büchersuche (Google Book Search) oder die neuesten Schlagzeilen (Google News). "Universal Search" heißt dieser Dienst, der sich derzeit allerdings noch in der Entwicklungsphase befindet.
Außerdem sollen die Übersetzungsprogramme weiter verbessert werden, um auch denjenigen Nutzern Zugang zu Informationen im Internet zu verschaffen, die kein Englisch können. Ebenfalls Priorität genießt die Bereitstellung der Google-Dienste für mobile Endgeräte. Schließlich gebe es auf der Welt dreimal so viele Mobiltelefone wie Computer, so Mayer. Die Google-Vizepräsidentin weiter: "Für den einen sind dies angenehme und nützliche Zusatzfunktionen, für den anderen ist es die Verbindung zum Rest der Welt – mit besseren Bildungschancen und neuen Perspektiven."
Andere glauben nicht an die Beständigkeit von Web 2.0 Ideen und an ein dauerhaftes Bestehen von Google. Verleger Christian DuMont Schütte hatte den weltgrößten Internet-Suchmaschinenbetreiber Google nicht nur scharf angegriffen, sondern er behauptet auch: "In zehn Jahren ist Google tot".
Er habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehe man schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei. Der Lebenszyklus der Internet-Ideen ist sowohl technisch wie inhaltlich ganz anders als bei herkömmlichen Unternehmen in der Old Economy. Dieser Nachteil hat den Vorteil, dass der Markt mit neuen Ideen immer wieder neu erobert werden kann.
Quelle: markenpost.de

